Story des Monats

Jänner - Februar 2001

Duke Heitger

Duke Heitger


Wir - die traditionelle Jazzband RED HOT PODS aus Wien und ich - besuchten mit einer großen Anzahl heimischer Jazzfans die Geburtsstadt des Jazz New Orleans. Wie man leider nun schon weiß, ist guter Jazz speziell auf der Hauptstraße in N.O., der Bourbon Street eine Mangelware - aber wir stießen auf das unscheinbare CAN CAN, wo die ausgezeichnete SILVER LEAF JAZZBAND auftrat. An diesen speziellen Abend wechselte der großartige Trompeter und Bandleader CHRIS TYLE zur Klarinette, denn er hatte in seiner Band einen hervorragenden Kollegen: DUKE HEITGER. Die Wiener Abordnung wünschte sich den POTATO HEAD BLUES und CORNET SHOP SUEY, und man hatte das Gefühl, Louis hörte auf einer Wolke verträumt zu.

Im Lokal befanden sich ungefähr 60 Gäste - die Band aus Wien, einige der mitreisenden Fans und ca. 45 ältere amerikanische Damen (mit blauschimmernden Haaren) und plauderten und tranken und tranken und plauderten und sich keinen Deut um die Musik scherten.

Nach einiger Zeit (ich bewunderte seine Geduld) verlor Chris dieselbe und fragte die Damen, um sie ein wenig auf die Musik aufmerksam zu machen, ob sie einen Wunsch hätten und eine von ihnen schlug I WISH I WAS IN PEORIA vor.

Das Quartett legte los und DUKE HEITGER spielte 4 oder 5 Chorusse über das doch etwas sperrige Thema, die sehr nahe an Louis Stil kamen.

Wir - die Band und die Fans - tobten vor Begeisterung und die Damen tranken und plauderten und plauderten und tranken.

Es ist also kein Wunder, daß viele Topstars des Jazz lieber in Europa spielen.....


© Axel Melhardt
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